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Abhyanga: Was bei einer ayurvedischen Ölmassage wirklich passiert

Abhyanga ist die klassische ayurvedische Ganzkörper-Ölmassage. Wie sie abläuft, warum das Öl warm sein muss und für wen sie sich eignet. Aus der Praxis in Lüneburg.

Regine Goth-vom Ende, Ayurveda-Therapeutin in LüneburgRegine Goth-vom Ende, Ayurveda-Therapeutin in Lüneburg

Abhyanga ist die Behandlung, nach der bei mir am häufigsten gefragt wird. Der Name heißt übersetzt ungefähr "Einölen", was der Sache nicht ganz gerecht wird. Es ist eine Ganzkörpermassage mit warmem Öl, die etwa 75 Minuten dauert und nach einem festen Ablauf arbeitet.

Warum das Öl warm sein muss

Kaltes Öl bleibt auf der Haut liegen. Warmes Öl zieht ein. Das ist der ganze Trick, und er ist wichtiger, als er klingt.

Ich erwärme das Öl vor jeder Behandlung auf etwa Körpertemperatur. Welches Öl es wird, entscheide ich nach deiner Konstitution und der Jahreszeit. Sesamöl ist der Klassiker, weil es wärmt und schwer genug ist, um zu nähren. Bei Menschen, die schnell überhitzen, nehme ich lieber Kokos- oder Sonnenblumenöl. Manchmal kommen Kräuterauszüge dazu.

Wenn du zwischendurch frierst, sag es. Wärme ist bei dieser Behandlung kein Komfortdetail, sondern Teil der Wirkung.

Der Ablauf

Wir beginnen im Sitzen mit einem kurzen Gespräch. Ich frage nach deinem Schlaf, deiner Verdauung, deinem Stresslevel und danach, ob irgendwo etwas wehtut. Das dauert fünf bis zehn Minuten und ist keine Formalität: Danach weiß ich, mit welchem Druck und welchem Öl ich arbeite.

Die Massage selbst folgt einer festen Reihenfolge, von den Füßen zum Kopf und wieder zurück. Die Griffe sind lang und fließend, entlang der Muskelfasern und der Gelenke. Es geht nicht darum, Knoten wegzudrücken. Der Druck ist mittel bis leicht, gleichmäßig, und er bleibt es auch.

Am Ende liegst du noch ein paar Minuten nach. Diese Minuten überspringen viele Menschen gern, weil sie das Gefühl haben, die Behandlung sei vorbei. Ist sie nicht.

Für wen sich Abhyanga eignet

Aus meiner Praxis kommen die Menschen meist mit einem von drei Anliegen:

  • Sie schlafen schlecht oder wachen nachts auf
  • Sie sind innerlich unruhig, kommen abends nicht runter
  • Sie haben trockene Haut, kalte Hände und Füße, spüren sich schlecht

Für alle drei ist Abhyanga eine gute Wahl. Wenn du dagegen akut Fieber hast, frisch operiert bist, eine akute Entzündung mit sich bringst oder in den ersten Monaten schwanger bist, verschieben wir den Termin oder wählen etwas anderes. Sprich mich einfach an, ich sage dir ehrlich, wenn etwas anderes besser passt.

Was danach hilft

Plane nichts Hektisches direkt im Anschluss. Das ist der häufigste Fehler, und er kostet dich die halbe Wirkung.

  • Trink etwas Warmes, am besten warmes Wasser oder Ingwertee
  • Lass das Restöl auf der Haut, wenn du kannst, und dusche erst später warm
  • Zieh Kleidung an, die etwas Öl verträgt
  • Iss an dem Abend eher leicht und warm

Wenn du nach einer Abhyanga müde wirst, ist das kein schlechtes Zeichen. Der Körper schaltet um.

Häufigkeit und Kosten

Eine einzelne Behandlung tut gut. Verändern tut sich etwas, wenn du eine Serie machst. Bei anhaltenden Beschwerden empfehle ich vier bis sechs Termine im Abstand von ein bis zwei Wochen, danach seltener zur Erhaltung.

Abhyanga kostet bei mir 75 Euro für 75 Minuten, inklusive der individuellen Ölauswahl. Die komplette Preisliste findest du auf der Angebotsseite.

Wenn du selbst anfangen willst

Du brauchst für den Einstieg keinen Termin. Die Selbstmassage der Füße vor dem Schlafengehen dauert drei Minuten: etwas warmes Sesamöl in die Hände, Fußsohlen und Knöchel kreisend einreiben, Socken drüber, fertig. Bei Einschlafproblemen ist das die Übung, die ich am häufigsten mitgebe, und die, von der mir am häufigsten berichtet wird, dass sie hilft.

Fragen dazu? Ich beantworte sie dir.

Ayurveda-Praxis am Auenweg 1 in Lüneburg. Termine nach Vereinbarung, Beratungen auch online.